Die aktuellste Erhebung des vdp unter dem Titel „Spotlight: Die Strukturen der Wohneigentumsfinanzierung in 2025“ zeigt: Der Erwerb von Wohneigentum ist in Deutschland in den letzten Jahren wieder spürbar erschwinglicher geworden. Ausschlaggebend dafür sind vor allem relativ stabile Finanzierungsbedingungen in Verbindung mit einer durchschnittlich positiven, weiter steigenden Einkommensentwicklung.
Auch in der Region Ulm/Neu-Ulm lässt sich dieser Trend beobachten – auch wir haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits ein Dutzend Immobilien mehr verkauft. Damit gewinnt der Markt für selbst genutztes Wohneigentum wieder an Fahrt – nachdem viele Kaufwillige in den Jahren hoher Zinsen zwischenzeitlich eher eine Auszeit genommen hatten.
Die Studie des vdp verzeichnet unter anderem, dass sich der durchschnittliche Zinssatz für Wohnimmobilienfinanzierungen zwischen 2023 und 2025 von etwa 3,96 % auf 3,50 % rückläufig zeigte. Gleichzeitig blieb die durchschnittliche Kreditbelastungsquote nahezu konstant – dies ist ein Zeichen dafür, dass private Haushalte ihre Finanzierungsstruktur weiter im Blick behalten und gezielte Entscheidungen wohl überlegen. Die Zinsbindungsfristen lagen zuletzt im Schnitt bei rund 12 Jahren – das ist eine deutliche Ausrichtung auf langfristige Stabilität, gepaart mit einem gesunden Maß an Sicherheit.
Für die Region Ulm/Neu-Ulm bedeutet das konkret: Angesichts der attraktiven Lebensqualität, guter Infrastruktur und stabilen Arbeitsmarktsituation gewinnt der Erwerb von Wohneigentum wieder deutlich mehr Boden. Es ist wieder realistischer, den Schritt in die eigenen vier Wände zu wagen. Bei aller Euphorie zeigt die Studie dennoch eines: Zwar ist Wohneigentum wieder deutlich besser finanzierbar, das Niveau vor der Zinswende ist jedoch noch nicht erreicht. Kaufnebenkosten wie etwa die Grunderwerbsteuer und sonstige Gebühren – bleiben manchmal eine Entscheidungshürde, wenn sie vornehmlich aus Eigenmitteln zu tragen sind. Deshalb wäre es durchaus wünschenswert, dass eine zusätzliche, gezielte Entlastung junger Haushalte und Selbstnutzer äußerst sinnvoll wäre, um den Zugang zu Wohneigentum weiter zu erleichtern.
In Summe spiegelt die neue Studie eine Marktphase wider, in der das Umfeld wieder wesentlich freundlicher für Kaufinteressierte geworden ist – auch im südöstlichen Teil Baden-Württembergs. Wer in Ulm und Umgebung überlegt, Wohneigentum zu erwerben, befindet sich derzeit in einer günstigen Ausgangslage: Die Zinsen haben sich relativ stabilisiert, das Einkommen wächst moderat – ein Zusammenspiel, das den Schritt ins Eigenheim für viele erneut attraktiver macht.
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